| Verbraucher sind Verlierer auf dem Strommarkt |
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Das Ziel ist verfehlt: die Liberalisierung des Strommarktes hat die Konzerne gestärkt - den Verbraucher ab er nicht groß entlastet, obwohl genau das geplant war. Laut einer Studie sind die Gewinne der Strombranche in den letzten 10 Jahren um 118 Prozent gestiegen. Für Verbraucher dagegen sanken die Preise im gleichen Zeitraum nur um 5 Prozent, für die Industriekunden ledigleich um 3 Prozent. Das ist das Ergebnis einer Studie der Fachhochschule Gelsenkirchen und der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung, die am Donnerstag veröffentlicht wurde. In dieser Studie übern die Verfasser scharfe Kritik an den Konzernen: sie hätten ihre hohen Gewinne nicht an den Kunden weitergegeben. Statt dessen wurden Fusionen aus den Gewinnen vorangetrieben, um die Marktstellungen bei den vier großen Stromkonzernen Eon, RWE, EnBW und Vattenfall zu behaupten. Doch das das Ziel der EU-Kommission, die den Energiemarkt 1998 für den Wettbewerb geöffnet hatte, war ein anderes: Die Unternehmen sollten effizienter, der Strom für die Endkunden billiger werden. Der Studie zufolge ist dieses Ziel aber nicht erreicht worden. Heinz-Josef Bontrup, der gemeinsam mit Ralf-Michael Marquardt die Studie verfasst hatte, gibt der Politik die Schuld: "Deutschland habe auf die Selbstregulierung des Strommarktes gesetzt und erst 2006 mit der Bundesnetzagentur eine Regulierungsbehörde für Strom geschaffen" Fazit: Wenn die Verbraucher keinen Druck ausüben, werden sie weiter viel Geld für Strom bezahlen. Und Druck ausüben, können sie, in dem sie einfach den Anbieter wechseln.
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